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Stadtwerke Essen geben höhere Gaspreise weiter

Immense Beschaffungskosten und neue gesetzliche Umlage führen ab 1. Oktober zu Steigerungen von 127 Prozent

Mit Beginn der Heizperiode erhöhen die Stadtwerke Essen die Erdgaspreise. „Wie alle anderen Versorger müssen auch wir Erdgas aktuell zu vervielfachten Preisen am Energiemarkt einkaufen. Zu einem Teil wird das ab Anfang Oktober auch auf unsere Preise durchschlagen“, sagt Lars Martin Klieve, Vorstand der Stadtwerke Essen. Zum 1. Oktober steigt der Arbeitspreis in der Grundversorgung dann um 10,14 ct/kWh auf 18,14 ct/kWh (brutto). Auf einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden kommen so Mehrkosten in Höhe von etwa 2.000 Euro pro Jahr zu. Auch für Kunden des EssenGas-Tarifs erhöht sich der Arbeitspreis in den jeweiligen Stufen um etwa 127 Prozent. Bei EssenGas M belaufen sich die Mehrkosten bei selbigen Jahresverbrauch auf etwa 1.800 Euro pro Jahr.

Weltlage treibt den Gaspreis auf Rekordhöhen

Davon entfallen allein 575 Euro beziehungsweise 2,879 Cent pro Kilowattstunde (brutto) auf die bundesgesetzlich vorgegebene Gasbeschaffungsumlage gemäß § 26 des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG). Mit dieser Umlage reagiert die Bundesregierung auf die fortgesetzt reduzierten Liefermengen aus Russland, die aktuell nur noch ein Fünftel der vertraglich geschuldeten Mengen betragen. Die Importeure, die das Gas unter anderem an Stadtwerke verteilen, müssen die hierdurch fehlenden Mengen zu rund zehnmal so hohen Preisen kurzfristig beschaffen. Die daraus entstehenden Mehrkosten werden zu 90 Prozent über die Gasbeschaffungsumlage mit jeder Kilowattstunde auf sämtliche Gaskunden verteilt. Die Stadtwerke Essen kommen nicht umhin, diesen Betrag an ihre Kunden weiterzugegeben.

Ebenfalls ab dem 1. Oktober soll eine weitere neue, gesetzliche Umlage, die Gasspeicherumlage gemäß § 35e des Energiewirtschaftsgesetzes, eingeführt werden. Die Speicher entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zu füllen, um die Versorgungssicherheit im Winter zu gewährleisten, führt
für die Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe ebenfalls zu Mehrkosten, die über die Gasspeicherumlage aufgefangen werden sollen.

Die Stadtwerke Essen prüfen aktuell noch, wie sich diese zweite, in der Höhe noch nicht bekannte Umlage auf die Preisgestaltung auswirkt.

Stadtwerke Essen rufen zum Energiesparen auf


„Das Wirksamste, was Verbraucher gegen die hohen Kosten machen können, ist Energie zu sparen; jede Kilowattstunde zählt“, betont Lars Martin Klieve: Optimierte Einstellungen an der Heizungsanlage, eine geringere Raumtemperatur oder sparsamerer Warmwasserverbrauch, das
alles seien einfache Maßnahmen, die eine große Wirkung erzielen und nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch einer drohenden Gasmangellage vorbeugen können. Weitere Energiespartipps geben die Stadtwerke Essen auf ihrer Homepage: https://www.stadtwerke- essen.de/zuhause/energie-sparen.

Bei Fragen zu den aktuellen Veränderungen oder zu Serviceleistungen können Kunden das Kundenzentrum an der Rüttenscheider Straße 27–37 besuchen. Es ist montags bis freitags von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr und donnerstags durchgehend von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Aber auch an den anderen Nachmittagen nehmen sich die Mitarbeitenden Zeit für eine Beratung. Dazu können Kunden ganz einfach einen individuellen Termin vereinbaren. Unter 0201 800-3333 helfen die Stadtwerke Essen auch gerne telefonisch weiter.

Da in den kommenden Wochen mit deutlich mehr Rückfragen und Beratungsgesprächen gerechnet wird, bitten die Stadtwerke Essen ihre Kunden alle Services, die selbstständig im Kundenportal durchgeführt werden können, dort vorzunehmen, um Wartezeiten zu vermeiden. Dazu gehören die Erfassung von Zählerständen, die Anpassung der monatlichen Abschläge, die Einsicht in bereits adressierte Rechnungen, die Änderung von Kontakt- und Bankdaten, sowie viele weitere nützliche Funktionen.

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