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Neue Küche des Raum58

Das Projekt: Küche

Helle Räume auf zwei Etagen und als Herzstück eine Küche, die zum Verweilen einlädt. Der Umzug des Raum_58 bringt durch die neuen Gegebenheiten frischen Wind in die Arbeit mit den jungen Wohnungslosen. Das Team um Leiterin Manuela Grötschel konnte sich seine Begeisterung über die neuen Räumlichkeiten im Nordviertel trotz Umzugsstress bewahren. Den Mitarbeitern ist die Freude über die Veränderung während des Rundgangs deutlich anzumerken.

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Ein neues Zuhause für den Raum_58

Eine offene Küche als Herzstück 

Im frisch gestrichenen Anbau der Caritas erhält vom Lattenrost bis zum Kochlöffel seit einigen Wochen alles Nötige nach und nach Einzug. Obgleich noch längst nicht alle Dinge an ihrem Platz sind, fällt einem der unumstrittene Mittelpunkt der neuen Notschlafstelle sofort ins Auge. Zwei im hinteren Teil des großen Eingangsbereichs eingepasste Küchenzeilen, die durch ihre Anordnung die Gemütlichkeit einer Kochinsel erzeugen, bilden das neue Herzstück des Raum_58. Die Maßanfertigung konnte mithilfe der EssenStrom Wechselspende Wirklichkeit werden. 

Ein Gewinn für das tägliche Miteinander

„Wir sind den Stadtwerken unheimlich dankbar für diese Anschaffung, denn für unsere Arbeit bedeutet diese Küche einen riesigen Gewinn. Sie ist eine Art Einladung für alle Jugendlichen, die bei uns Unterschlupf suchen. Schließlich geht es um viel mehr als um eine bloße warme Mahlzeit“, berichtet Manuela Grötschel. Im Raum_58 sind das allabendliche Zubereiten von Speisen und das anschließende gemeinsame Essen ein wichtiges Ritual, in das möglichst viele Übernachtungsgäste eingebunden werden. Mithelfen ist ausdrücklich erwünscht:  Beim Waschen, Schneiden, Braten und Kochen kommt man ins Gespräch und tauscht sich aus. Für diese Zeit entsteht eine besondere Gemeinschaft. Letztendlich füllt die neue Küche nicht nur leere Mägen, sondern bringt Menschen zusammen. Nebenbei bekommen die Jugendlichen außerdem noch mit, was im Gericht steckt, das zu später Stunde auf ihrem Teller landet. Ein Kontrastprogramm zu schnellen Snacks, Dosennahrung und Fertiggerichten. 

Mittendrin statt nebenan 

Im Unterschied zu den alten Räumlichkeiten in der Kastanienallee steht die neue Küche sehr frei im Raum. Dass die engen Platzverhältnisse jeden Abend nur eine kleine Kochgemeinschaft zulassen, gehört damit der Vergangenheit an. In der Niederstraße kann nun von mehreren Seiten gleichzeitig zugearbeitet werden. Die Arbeitsfläche bietet ausreichend Platz für Zutaten, Bretter und Utensilien. So können viele fleißige Hände parallel vorbereiten. Das geht nicht nur schneller, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl: Das gemeinsame Vor- und Zubereiten sorgt für Gespräche, in denen man Berührungspunkte entdeckt und sich füreinander interessiert. Auch jemand, der nicht am Herd stehen möchte, sondern einfach nur Gesellschaft sucht, kann in Zukunft dabei sein. 

Mit Spülbecken, Ceranfeld, Backofen und viel Stauraum ist für sämtliche Bedürfnisse gesorgt. Besondere Erleichterung bietet zudem die neue Geschirrspülmaschine: Das auf professionelle Zwecke ausgelegte Gerät reinigt Geschirr und Besteck besonders zeitsparend. Das hilft dabei, den alltäglichen Rhythmus einzuhalten. Manuela Grötschel freut sich auf die neuen Möglichkeiten: „Im besten Fall lockt der ausströmende Duft aus der Küche auch den letzten Zweifler aus seinem Zimmer. Jetzt haben wir jedenfalls Platz dafür, dass beim Kochen wirklich alle mittendrin sind.“

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