Kanalbaumaßnahme Stauseebogen beginnt im April

Rohrvortrieb schont Landschaftsschutzgebiet, einige Bäume sind trotzdem betroffen

Der neue Abwasserkanal wird einen Durchmesser von 1,80 Meter haben. Das ist fast doppelt so groß wie der aktuelle Kanal. Der ist aus dem Jahr 1957 und misst einen Meter. Auf einem Kilometer Länge wird der Kanal erneuert, von der Hausnummer 40 in der Straße Stauseebogen bis zum Pumpwerk des Ruhrverbandes in der Straße Obere Aue. Das geschieht fast vollständig unsichtbar unter der Erde. Dazu wird auf der Höhe des Fischerei Vereins eine Doppelpressgrube errichtet. Von hier aus werden dann die Kanalrohre einmal in Richtung Kampmannbrücke und in die andere Rich­tung zur Straße Obere Aue gepresst. Auf der gesamten Strecke werden dann auch noch acht Schächte eingebaut. „Diese benötigen wir zur Wartung und sie dienen auch der Sicherheit unserer Mitarbeiter. Auf so einer langen Strecke muss es aus dem Kanalrohr mehrere Ausstiegsmög­lichkeiten geben“, erläutert Dirk Pomplun, Unternehmenssprecher der Stadtwerke Essen. Große Teile der Kanaltrasse liegen in einem Landschafts­schutz­gebiet. „Aus diesem Grund haben wir uns für eine geschlossene und somit naturschonende Bauweise entschieden. Es wird keinen Rohrgraben geben, nur punktuell einzelne Baugruben“, so Pomplun weiter.

Im April beginnen die Vorarbeiten, Baumfällungen finden noch im Februar statt

Noch bevor es richtig losgeht, werden bis Ende dieser Woche die Bäume im Bereich der Zielgrube, Stauseebogen Ecke Lelei, gefällt. Ebenso drei weitere Bäume entlang der Kanaltrasse an noch neu zu bauenden Schächten. Da es hier strenge Vorgaben gibt, müssen noch vor Beginn der Brutzeit die Arbeiten durchgeführt werden. Alle Fällarbeiten begleitet ein Baumsachverständiger. Nach Abschluss der Baumaßnahme wird es Ersatz­bepflanzungen geben.

Im April beginnen dann die eigentlichen Arbeiten. Zuerst müssen Kampf­mittelsondierungen durchgeführt werden. Bevor dann die Bagger die Baugruben für den Rohrvortrieb ausheben können, sind noch Leitungsum­legungen notwendig. So müssen an diesen Stellen die Erdgas- und Wasser­rohre, aber auch verschiedenste Kabel erst einmal Platz machen. Die gesamte Bauzeit geben die Stadtwerke Essen mit 2,5 Jahren an.

 

Downloads

Pressemitteilung (PDF) 213 KB